Winterhaut: Kälteschäden wirksam vorbeugen

Frankfurt am Main | 31.01.2019

Mehr als nur Schönheitspflege

In der kalten Jahreszeit ist die Haut vielen Belastungen ausgesetzt. Denn je niedriger die Temperaturen sind, desto weniger Fett produzieren die Hautdrüsen – bereits weniger als acht Grad wirken austrocknend. Zusätzlich wirken warme Heizungsluft, kalter Wind, Regen und Schnee störend auf die Hautbarriere. Die unangenehme Folge: juckende, schuppende und gespannte Haut. Oft entstehen an den Fingern, Ellenbogen, Knien und Füßen kleine Hautrisse, durch die Bakterien eindringen können. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, rät daher, der Haut ausreichend Pflege zu gönnen, bevor Probleme entstehen. In der täglichen Pflegeroutine sind daher eine reichhaltige Nachtcreme, die durchaus auch morgens aufgetragen werden kann, eine Handcreme, eine Lippenpflegecreme und eine Urea-haltige Körperlotion Pflicht.

Der (richtige) Wirkstoff macht’s

Damit die Haut optimal versorgt wird, sollten Cremes & Co. im Winter grundsätzlich einen höheren Fettanteil und weniger Feuchtigkeit enthalten. Pflegeprodukte mit Panthenol, Pantothensäure, Allantoin oder Vitamin E wirken rückfettend, Harnstoff (Urea) ist ein guter Feuchtigkeitsspender. Es hängt jedoch vom Hauttyp ab, welche Pflegemittel genau passen. Ist die Haut eher fettig, neigt sie zu Trockenheit oder ist sie ein „Sensibelchen“? In der Apotheke vor Ort kann man sich eingehend zur hauttypgerechten Pflege beraten lassen.

Hautgesundheit, die von innen kommt

Neben Wasser und Saftschorlen sind jetzt vor allem wärmende Kräutertees ideale Begleiter durch den Tag. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt täglich 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen – und das auch im Winter. Patienten, die eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, sollten die für sie optimale Trinkmenge mit ihrem Nephrologen besprechen.

Nicht zu heiß duschen

Durchgefroren? Viele wärmen sich gern in der heißen Wanne oder unter der Dusche auf. Doch zu hohe Temperaturen greifen den Hautschutzmantel an. Hautfreundlicher ist es, nur kurz zu duschen und sich danach mit einer reichhaltigen Lotion zu pflegen. Für ein Wannenbad ist ein rückfettender Zusatz empfehlenswert, denn Schaumzusätze wirken austrocknend.

Gepflegt auf die Piste

Bevor es Richtung Skilift geht, sollten Wintersportler ihre Haut pistentauglich machen. Wasserfreie oder wasserarme Lipogele, Fettpasten oder Wasser-in-Öl-Cremes sind eine ideale Grundlage. Darüber wird ein Hautöl oder eine fettreiche Kälteschutzcreme als dünne Schicht aufgetragen. Sie hält die Kälte ab und verhindert das übermäßige Verdunsten von Hautfeuchtigkeit. Doch Vorsicht beim Après-Ski oder bei längeren Aufenthalten in beheizten Räumen: Fettreiche Cremes sollten besser entfernt werden, um eine Überwärmung der Haut zu verhindern. Auf der Piste unverzichtbar: ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Denn in der Höhe nimmt nicht nur die UV-Strahlung zu, auch die Reflexionen durch den Schnee sind nicht zu unterschätzen.

Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Pressekontakt der Landesapothekerkammer Hessen:
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Susanne Pfeiffer
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Apotheker beraten zur richtigen Pflege der Winterhaut. © Foto: ABDA