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Umgangsrecht mit den Enkeln

19.02.2019

Kindeswohl ausschlaggebend

Rechtsanwaltskammer Koblenz. Trennt sich ein Elternpaar, ist das Thema Umgangsrecht fast immer präsent. Doch auch in anderen Situationen ist das Umgangsrecht von Interesse. So können Eltern etwa Großeltern den Umgang mit ihren Kindern verwehren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mal sind Eltern und Großeltern zerstritten, mal denken die Eltern, dass die Großeltern einen schlechten Einfluss auf die Kinder haben. Häufig entscheiden Eltern Konflikte dieser Art für sich, denn Großeltern haben in der Regel keinen Anspruch auf Umgang mit den Enkeln.

Kindeswohl an erster Stelle

Wie so oft im Familienrecht steht auch bei Konflikten um das Umgangsrecht das Wohl des Kindes im Vordergrund. Dementsprechend eindeutig sind die rechtlichen Regelungen in Bezug auf das Umgangsrecht der Großeltern. Laut § 1685 BGB haben Großeltern, Geschwister und andere enge Bezugspersonen nur „ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.“

Kein Umgangsrecht bei Konflikten

Wenn sich Eltern und Großeltern streiten, stehen die Kinder häufig zwischen den Fronten. Dieser Loyalitätskonflikt ist äußerst belastend und stellt eine Beeinträchtigung des Kindeswohls dar. Deshalb erhalten Großeltern in solchen Situationen kein Umgangsrecht.

Erziehungsvorrang respektieren

Besonders problematisch ist auch, wenn Großeltern versuchen, sich in die Erziehung der Kinder einzumischen. Da in der Regel die Eltern alleine für die Erziehung ihrer Kinder zuständig sind, können sie bei unerwünschter Einmischung durch die Großeltern deren Umgangsrecht einschränken.

BGH-Entscheidung eindeutig

In einem konkreten Fall hatten die Großeltern gegenüber dem Jugendamt behauptet, die Kinder würden von ihren Eltern seelisch misshandelt. Der Bundesgerichtshof entschied zugunsten der Eltern und verbot den Umgang der Großeltern mit den Kindern, da der Kontakt die Kinder vor einen unzumutbaren Loyalitätskonflikt stellt. (BGH 12.07.2017 - XII ZB 350(16))

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