Sieben Hitzetipps

Gut durch den Hitzesommer kommen

So schön das hochsommerliche und warme Wetter auf den ersten Blick ist: Die Hitze schlägt vielen auf den Kreislauf, Schwindel und Kopfschmerzen können die Folge sein. Eine schnelle und wirkungsvolle Hilfe bei Kreislaufproblemen: ein kalter Lappen, der auf den seitlichen Hals gelegt wird. Das regt die Blutdruckfühler an und lässt den Blutdruck wieder steigen. Wie man gut durch das nächste Sommerhoch kommt, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

1. Kreislauf: Verhalten anpassen

Hohe Temperaturen sind für den Kreislauf sehr belastend: Damit der Körper Wärme besser abgeben kann, weiten sich die Blutgefäße – der Blutdruck sinkt. Viele Menschen reagieren dann mit, Schwindel, Unwohlsein, Kopfschmerzen und Übelkeit. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Hitzschlag kommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte man besser einen Gang runterschalten und die Mittagshitze möglichst meiden. Ist der Kreislauf „im Keller“, sollten Betroffene die Beine hochlagern – das regt den Kreislauf wieder an. Auch leichte salzige Nahrungsmittel wirken sich positiv auf den Kreislauf aus.

2. Nicht erst bei Durst trinken

Der Körper besteht zu 50 Prozent aus Wasser, u. a. wird darüber die Körpertemperatur reguliert. Erwachsene sollten täglich rund 1,5 Liter Flüssigkeit, idealerweise Wasser, Saftschorlen oder Teezubereitungen, zu sich nehmen. Bei großer Hitze sollte die Trinkmenge vorsorglich erhöht werden. Denn Flüssigkeitsverluste, zum Beispiel durch Schwitzen, müssen den ganzen Tag über verteilt ausgeglichen werden. Durst ist ein Warnsignal und deutet auf einen bereits vorhandenen Flüssigkeitsmangel hin. Ist es heiß, greifen viele zu eiskalten Getränken. Doch sie kühlen nicht besser ab, im Gegenteil. Die kalte Flüssigkeit muss erst auf Körpertemperatur gebracht werden, das beansprucht den Stoffwechsel und bringt den Körper noch mehr zum Schwitzen.

3. Schwerstarbeit für die Venen

Bei hohen Temperaturen haben viele mit schweren Beinen und geschwollenen Knöcheln zu kämpfen. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, die Venenklappen funktionieren nicht mehr richtig, das Blut staut sich. Durch die richtige Trinkmenge wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht und das „Schwere-Beine-Gefühl“ vermindert. Auch mit moderater Bewegung lässt sich entgegensteuern: Gerade im Hochsommer ist Schwimmen ideal. Unterwegs wirken eine Abreibung mit kaltem Wasser oder ein Thermal- oder Erfrischungswasser, das fein auf das Gesicht oder die Beine gesprüht wird, wohltuend.

4. Sonnenschutz: Auch in der Stadt unverzichtbar

Im Urlaub eine Selbstverständlichkeit, im Alltag oft vernachlässigt: Die Rede ist von Sonnenschutzpräparaten. Doch die Sonne darf auch in heimischen Gefilden nicht unterschätzt werden. Dabei hängt die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors vom Hauttyp und den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Apotheke vor Ort kann man sich zum passenden Mittel beraten lassen. Eine „Familiensonnencreme“ ist übrigens nicht empfehlenswert: Kinder brauchen spezielle Sonnenschutzpräparate, ihre Haut ist sensibler und sonnenempfindlicher als die der Erwachsenen. Kinderhaut wird am besten mit der 4-H-Regel – Hut, Hemd, Hose und hoher Sonnenschutzfaktor – geschützt.

5. Sonnenallergie vermeiden

Die Haut juckt, ist gerötet und zeigt Bläschen? Das spricht für eine Sonnenallergie. Lindernde Präparate zum Auftragen aus der Apotheke helfen, das Jucken einzudämmen. Auch feuchte Umschläge oder Kühlaggregate aus der Apotheke wirken lindernd. Auch das Tragen von UV-Schutzkleidung und die Vermeidung der Mittagssonne sind sinnvolle Maßnahmen. Wer eine unangenehme Sonnenallergie umgehen will, kann mit Kalziumpräparaten entgegensteuern. Sie werden ein bis zwei Wochen vor dem ersten Sonnenbad und über die Expositionszeit hinweg eingenommen. Damit kann der Ausbruch einer Sonnenallergie verhindert oder ihr Verlauf zumindest gemindert werden.

6. Insektenstiche schnell versorgen

Zwar sind Mücken, Wespen & Co. lästig, in der Regel bleiben ihre Stiche aber ungefährlich. Mit einem guten Insektenschutz können die unangenehmen Stiche vermieden werden. Hat es einen dennoch erwischt, sollte der Stich schnell versorgt werden. Am besten eignen sich antiallergische Gels oder Stifte, eventuell auch Sprays oder Cremes mit Kortison. Dadurch werden Rötungen und Juckreiz gemildert und die Gefahr, dass sich der Stich durch Kratzen und Verunreinigungen entzündet, bleibt gering. Unangenehm, aber wirkungsvoll: ein elektronischer Stichheiler. Er aktiviert mit konzentrierter Wärme physiologische und immunologische Prozesse und lindert die Symptome.

7. Sport? Mit Maß!

Körperliche Aktivitäten sind für den Kreislauf grundsätzlich positiv. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist es allerdings besser, die Laufrunde zum Beispiel in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Denn abends ist es in der Regel wärmer als am Morgen. Schonend und wirksam zugleich: Regelmäßige Abendspaziergänge, das wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus.

Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 6.300 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

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Diese Pressemitteilung finden Sie auf www.apothekerkammer.de.
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