Landesapothekerkammer sagt alle Präsenzveranstaltungen bis Ende April ab

Pandemiefall für COVID-19 ausgerufen

Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen

Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen

Die Landesapothekerkammer Hessen sagt bis Ende April alle Präsenzveranstaltungen ab. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist, dass die World Health Organization (WHO) am 11. März 2020 den Pandemiefall für COVID-19 ausgerufen hat. Die Zahl der Virusinfektionen hat sich in den letzten zwei Wochen außerhalb Chinas verdreifacht. Mittlerweile gibt es an die 120.000 Fälle in 114 Ländern. Über 4.000 Menschen sind an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Nach Angaben der WHO ist der Höhepunkt der Virusinfektion längst nicht erreicht.

Öffentliche Apotheke als wichtige Säule im Gesundheitssystem

In Zeiten von Pandemien sind die öffentlichen Apotheken in Deutschland eine tragende Säule des Gesundheitssystems. Die Apotheker sind essenziell für die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln verantwortlich. Aufgrund dieser Verantwortung sehen es die Apotheker in Hessen als ihre Pflicht an, das Möglichste zu tun, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. „Der Vorstand der Landesapothekerkammer hat deshalb entschieden, alle Präsenzveranstaltungen bis Ende April abzusagen“, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Man habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, es dürfe jedoch nicht riskiert werden, dass sich Apotheker auf apotheker-internen Veranstaltungen infizieren.

Die Landesapothekerkammer Hessen bietet jährlich verschiedene Fortbildungsmaßnahmen an, auf denen Apotheker Punkte für ein Fortbildungszertifikat sammeln können. Zu der Zentralen Fortbildungsveranstaltung in Gießen, die zwei Mal jährlich stattfindet, kommen jeweils 500 bis 600 Teilnehmer. Die im März geplante Veranstaltung musste bereits wegen des Corona-Virus abgesagt werden. Das Risiko, dass Apotheken wegen eines Quarantänefalls geschlossen werden müssen, sei zu groß.

Große Herausforderungen

Die nächsten Monate werden alle Heilberufler in Hessen vor große Herausforderungen stellen. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln und immer wieder Entscheidungen treffen, damit sich das Corona-Virus möglichst langsam verbreitet,“ so Funke. Alle Bürgerinnen und Bürger können dabei mithelfen, indem sie die Empfehlungen der Behörden ernst nehmen, insbesondere auf Menschenansammlungen verzichten, soziale Kontakte einschränken und Hygieneregeln einhalten wie z. B. regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen und das Abstandhalten von anderen Personen beim Niesen und Husten. „Im Krankheitsfall bitten wir die Patienten, nach Möglichkeit nicht persönlich in die Apotheke zu kommen, sondern Angehörige oder Nachbarn zu schicken. Telefonisch können sich die Patienten in der Apotheke vor Ort auch nach einem Botendienst erkundigen“ so Funke.

Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 6.300 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

Diese Pressemitteilung finden Sie auf www.apothekerkammer.de.
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Pressekontakt

Susanne Pfeiffer
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