Der Erkältung natürlich entgegenwirken: Mit der Kraft der Pflanzen den Husten lindern

Herbstzeit, das ist gleichzeitig für viele auch Erkältungszeit. Denn mit dem nasskalten Wetter und den sinkenden Temperaturen steigt die Gefahr, sich anzustecken. Ob nun das Niesen eines Kollegen oder die Haltegriffe in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Erkältungsviren lauern überall und mit ihnen viele unliebsame Folgen wie z. B. Husten. Damit Patienten schnell durch die Erkältung kommen, empfiehlt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, dem Husten frühzeitig mit Pflanzenkraft entgegenzutreten.

Schleimlöser oder Hustenstiller?

 Auf der Suche nach Hustenpräparaten muss zwischen Mitteln zum Schleimlösen und jenen zum Stillen des Hustens unterschieden werden. Als Faustregel gilt: Schleimlösende Wirkstoffe werden tagsüber eingesetzt, damit das Sekret abgehustet werden kann. Schleimlöser sind Kräuter wie Thymian, Fenchel, Eukalyptus, Myrte, Pfefferminze und Anis. Hustenstiller sind z. B. Efeu-Blattextrakte. Sie mildern den Hustenreiz. Ist die bronchiale Schleimhaut entzündet, entfalten Efeublätter oder auch Isländisch Moos ihre antientzündliche Wirkung. Auch Zwiebelsaft wirkt hustenstillend und antibakteriell, ist jedoch nicht jedermanns Geschmack. In der Apotheke vor Ort können sich Patienten beraten lassen, was zu ihnen passt und was ihnen guttut. Je nach Krankheitsgeschichte und individuellen Vorlieben eignen sich übrigens auch Kombinationen von Pflanzen und Kräutern.

Erholung in der Nacht

 Oft liegen Erkältungspatienten abends erschöpft im Bett und werden von einem quälenden Hustenreiz wachgehalten. Das ist vor allem zu Beginn einer Erkältung oder gegen Ende, wenn die Atemwege noch gereizt sind, der Fall. Damit Patienten nicht um den für ihre Gesundheit notwendigen Schlaf gebracht werden, sollten sie schnell handeln. Der Apotheker vor Ort empfiehlt für solche Fälle einen Hustenstiller mit Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich in Tropfenform oder als Saft.

Die Trinkmenge muss stimmen

 Bereits im täglichen Leben ist es wichtig, die richtige Menge Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies gilt noch einmal ganz besonders, wenn eine Erkältung auskuriert werden soll. Für Hustenpatienten besonders wichtig: Das Sekret muss abgehustet werden. Damit sich der Schleim verflüssigt und damit besser löst, sollte die Trinkmenge stimmen. Hustentees mit den genannten Heilkräutern oder warme Getränke eignen sich besonders gut. Sie befeuchten die Schleimhäute und stärken ihre Schutzfunktion. Auch die Nase braucht befeuchtende Pflege – sie entlastet damit die Bronchien und beugt dem Husten vor.

Geduld gefragt

 Ein heftiger Husten verschwindet leider nicht über Nacht. Die Bronchien reagieren noch bis zu acht Wochen überempfindlich, sodass sogar kalte Luft, leichte körperliche Anstrengungen und Autoabgase einen Hustenreiz auslösen können. Auch die Grenzen der Selbstmedikation sollten dabei beachtet werden: Hält der Husten länger als drei Wochen an, ist ein Arztbesuch ratsam.

Immunsystem stärken

 Der Kontakt mit Erkältungsviren lässt sich nicht vermeiden, doch es gibt Möglichkeiten, die Infektanfälligkeit zu verringern: frische Luft, Bewegung, ausreichend Schlaf, Saunagänge sowie eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung stärken das Immunsystem. Gerade in der Erkältungszeit gilt: häufig und gründlich die Hände waschen. Wer Kontakt mit erkrankten Personen hat, sollte die Hände danach am besten desinfizieren.

 

Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 6.500 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

4084 Zeichen, inkl. Leerzeichen.

Pressekontakt

AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111
20253 Hamburg
Telefon 040 / 41 32 70-30
info@azetpr.com