Wie Sie erfolgreich einen Corporate Blog betreiben

Wie Sie erfolgreich einen Corporate Blog betreiben

Foto: Unsplash.com_Alvaro Reyes

Hier lernen Sie, wie Sie Ihren Unternehmensblog planen, für Abwechslung sorgen, authentisch bleiben sowie sinnvoll kategorisieren. Erfahren Sie außerdem, wie Sie Ihren Corporate Blog für Suchmaschinen optimieren und kontinuierlich verbessern.

 

Unternehmensblogs stärken Markenbindung

Blogs bieten enorme Potenziale für Ihr Unternehmen. So können Sie Inhalte ohne Gatekeeper wie Redaktionen direkt und unverfälscht verbreiten. Gleichzeitig können Sie die Markenbindung durch den unmittelbaren und authentischen Austausch mit Ihren Kunden stärken und wertvolles Feedback erhalten. Ein Unternehmensblog verbessert zudem die SEO-Performance Ihrer Unternehmenswebsite. Gleichzeitig unterstützt er Ihr übriges Online-Marketing. Damit das funktioniert benötigen Sie eine solide Strategie. Mit dieser betreiben Sie Ihren Blog leichter als oft gedacht. Andersherum kann Ihnen ein schlecht geplanter Blog viel Arbeit machen und ist unter Umständen schädlich für die Reputation Ihres Unternehmens.

Was ist ein Unternehmensblog nicht?

Bevor Sie mit der Themenplanung beginnen, sollten Sie sich jedoch klar machen, was ein Blog nicht ist. Ein Blog ist

  • kein Nebenprojekt, bei dem es reicht, wenn Sie dann etwas hochladen, wenn mal Zeit ist,
  • kein erweiterter Newsroom, der ausschließlich glattgebügelte PR-Texten und Werbematerial enthält,
  • kein einseitiger Kommunikationskanal. User-Interaktion in Form von Kommentaren und damit eine Kommentarfunktion ist elementarer Bestandteil eines Blogs.

Was macht einen erfolgreichen Blog aus?

Damit Ihr Blog erfolgreich ist, muss er einige Dinge mitbringen. Eine regelmäßige und häufige Posting-Frequenz ist das A und O. Mindestens einmal pro Woche ist dabei die Unter- und mehr als dreimal wöchentlich die Obergrenze. Zusätzlich benötigt ein guter Blog hochwertigen und abwechslungsreichen Content. Das heißt, der Content muss nicht nur abwechslungsreich und relevant für die Zielgruppe sein, sondern auch in verschiedenen Formaten vorliegen (Texte, Fotos, Grafiken, Videos, etc.).

Wie Sie Themen planen und Abwechslung schaffen

Ein guter Blog braucht eine solide Themenplanung. Das heißt, Themen und Formate sollten im Vorhinein definiert und geplant werden. Bei der Themenplanung ist einer guter Mix entscheidend. Ein definiertes Verhältnis von

  • News aus dem Unternehmen,
  • Kommentaren,
  • Kolumnen,
  • Produktnews,
  • Pressethemen und
  • Servicethemen

sorgt für Abwechslung und Unterhaltung. Dabei können die Inhalte gerne meinungsstark sein und unter Umständen polarisieren – schließlich ist es die authentische und direkte Meinung Ihres Unternehmens, bzw. dessen Mitarbeiters!

Seien Sie authentisch!

Unternehmensblogs sollen Unmittelbarkeit und Authentizität vermitteln. Deshalb sollten Sie auf Ihrem Blog unbedingt die Autoren der Beiträge mit Klarnamen benennen und in Autorenprofilen kurz vorstellen. Die Autoren kommen bestenfalls aus Ihrem Unternehmen und sind in einer Position, die Expertise verspricht. Damit der Blog authentisch ist, sollten Sie außerdem nicht vor Meinungsäußerungen und einer direkten Leseransprache zurückschrecken. Meinungen müssen jedoch klar als persönliche und subjektive Äußerung der Autoren zu erkennen sein. Ebenso sollte auf Kommentare direkt, offen und ehrlich geantwortet werden. Das erhöht die Leserbindung und ermöglicht den direkten Austausch mit der Zielgruppe.

Kategorien sorgen für Ordnung

Die meisten Blogs besitzen ein Kategoriensystem. Des Öfteren stiftet das allerdings mehr Verwirrung als es zur User-Orientierung beiträgt. Claims, Slogans oder gar Markennamen taugen selten als Kategoriennamen für Ihren Blog. Stattdessen sollten Kategorien leicht verständlich widerspiegeln, welche Art von Themen sich dahinter verbergen. Damit Übersichtlichkeit gewährleistet ist, sollte Ihr Blog etwa vier, bis maximal sechs Kategorien besitzen. Beim Erstellen des Kategoriensystems können Sie entweder auf das Provenienzprinzip oder auf das Pertinenzprinzip zurückgreifen.

Provenienz

  • Das Provenienzprinzip sortiert die Beiträge nach Herkunft. Kategorien können beispielsweise „Archiv“, „Interview“, „Intern“ oder „News“ sein.
  • Das Pertinenzprinzip teilt die Blogbeiträge nach Inhalt ein. Kategorien können (zum Beispiel bei einem Werkzeugmaschinenhersteller) „Allgemein“, „Drehen“, „Fräsen“ und „Additive Fertigung“ sein.

Stellen Sie dabei sicher, dass Sie die Kategorien langfristig mit Themen versorgen können. So sollten sie saisonal unabhängig sein und in etwa die gleiche Anzahl an Beiträgen enthalten. Hier ist ein Blick auf die Themenplanung vorab sinnvoll.

Wie Sie mit SEO Ihre Reichweite erhöhen

Sie haben einen tollen Blog mit hochwertigen Inhalten? Dann lassen Sie es die Welt wissen! Damit Ihr Blog gelesen wird, muss er gut über Google auffindbar sein. Dazu benötigt er unter anderem sprechende URLs und klar mit H1 und H2 gekennzeichnete Überschriften. Wichtig sind ferner Beiträge mit über 300 Wörtern Länge sowie interne und externe Verlinkungen. Überdies sollten alle Meta-Beschreibungen ausgefüllt sein. Neben einer guten SEO-Basis bietet es sich zudem an, dass Sie so viel wie möglich auf Ihren Blog hinweisen. Das umfasst die E-Mail-Signaturen aller Mitarbeiter, Broschüren, die Website und alle Social Media Kanäle. Auch ein E-Mail-Newsletter, der regelmäßig über neue Blogbeiträge informiert kann sinnvoll sein.

Wie Sie mit SEO das Ranking Ihres WordPress-Blogs verbessern, erfahren Sie an anderer Stelle

Guter Content ist kein Hexenwerk!

Eine Posting-Frequenz von mindestens einmal pro Woche klingt zuerst nach einer Menge Arbeit. Und in der Tat: Ein Blog schreibt sich nicht von alleine. Doch es gibt Mittel und Wege, um nicht jede Woche von neuem einen ganzen Blogbeitrag schreiben zu müssen. Das gelingt vor allem mittels Content-Curation und der Adaption bereits bestehender Inhalten.

Wie Sie mit Content Curation Ressourcen sparen

Fast alles, das im Internet erscheint, gibt es schon irgendwo in ähnlicher Form. Nutzen Sie diese bestehenden Inhalte für Ihren Blog. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie einfach fremde Inhalte in Ihren Blog kopieren. Vielmehr lautet das Zauberwort hier Content-Curation. Wie ein Museumskurator suchen Sie nach interessanten Inhalten, sammeln diese und stellen sie in kommentierter Form vor. Das kann beispielsweise eine Auswahl von Videos zu einem bestimmten Thema sein. Ebenso eignen sich Fotogalerien oder eine Auflistung von Artikeln aus externen Quellen, die zum Thema Ihres Blogs passen. So bieten Sie Ihren Usern einen echten Mehrwert, da diese nicht selber zu dem Thema recherchieren müssen und hochwertigen Content erhalten.

Wie Sie Inhalte adaptieren

Die meisten Unternehmen verfügen über viel Material, das sich für einen Blog eignet. Das können Pressmitteilungen, Whitepaper und Anwenderberichte aber auch Podcasts, Videos und Interviews sein. Diese bestehenden Inhalte lassen sich oft einfach für den Unternehmensblog adaptieren. Aus einem Whitepaper kann ein mehrteiliger Blogbeitrag gemacht werden, aus einer Video-Anleitung wird ein Text mit einer Step-by-Step-Anleitung oder ein Podcast wird in Teilen in einen Artikel transkribiert.

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Wie Sie Ihren Corporate Blog evaluieren und besser werden

Damit Ihr Blog immer besser wird, sollte der Content regelmäßig kritisch redaktionell evaluiert werden. Wichtige Kenngrößen sind dabei die Besucheranzahl, Verweildauer, Absprungrate und Scrolltiefe sowie Kommentare, Shares und Likes. So lässt sich die künftige Themenplanung besser ausrichten und Sie erhalten eine Übersicht über Themen und Formate die sich besonders gut für Ihre Zielgruppe eignen. Bei dieser Gelegenheit könne Sie auch prüfen, ob die Einteilung der Kategorien sinnvoll war. Im Rahmen der Evaluation können auch ältere Blogbeiträge angepasst und aktualisiert werden. Das ist nicht nur wichtig um stets aktuellen Content zu präsentieren, sondern auch für die SEO-Performance des Blogs.

Über Tobias Plöger

Tobias Plöger ist Juniorberater für die Bereiche Technologie, Maschinenbau und Software. Spezialisiert auf klassische PR und Online-PR bloggt er über alles, was die Online-Marketingwelt von heute umtreibt.